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Expertenrat Werbetechnik - Ihre Frage:

"Warum ist die Lotnummer so wichtig?"

12.02.2014

Klaus Willekens, Folienexperte bei 3M

Von Klaus Willekens

Prinzipiell kennzeichnet die Lotnummer lediglich jede einzelne Produktion eines Artikels. Warum sollten auch Sie als Verarbeiter unserer Folien stets die Lotnummer im Auge behalten?

Was ist eine Lotnummer

Die Lotnummer identifiziert einzelne Fertigungs-Durchläufe - also jede einzelne Produktionseinheit eines Artikels. Sie enthält - meist in codierter Form - Informationen zur Fertigungsstätte, dem Produktionsdatum und ggf. der Fertigungsanlage. Anhand der Lotnummer kann - zusammen mit der Fertigungsdokumentation - auch am fertigen Produkt noch nachvollzogen werden, wann und wo es produziert wurde.

Warum sollte man der Lotnummer bei Farb- und Druckfolien Beachtung schenken?

Zu jeder Produktion werden alle benötigten Komponenten neu zusammengestellt: bei gegossenen Folien wird zum Beispiel das Organosol, die Ausgangsbasis für den Folienfilm, neu angemischt. Auch die Fertigungsanlagen müssen meist individuell auf jede Folienserie, ggf. sogar je nach Farbe individuell, eingestellt werden. Minimale Abweichungen durch mechanische Toleranzen sowie geringfügigste Unterschiede in der Vielzahl der verwendeten Einsatzkomponenten können sich unter Umständen soweit aufsummieren, dass visuelle Unterschiede zwischen zwei an unterschiedlichen Tagen gefertigten Folien sichtbar werden. Folgende Eigenschaften können davon betroffen sein:

  • Farbe
  • Oberflächenstruktur
  • Dicke
  • Opazität/Transluzenz
  • Farbannahme/Benetzung beim Druck

Empfehlungen zum Umgang mit Lotnummern

Allein mit dem Wissen, dass der Einsatz verschiedener Lotnummern in einem Auftrag solche unerwünschten Unterschiede hervorrufen könnte, lassen sich mit den folgenden Tipps ganz einfach unangenehme Überraschungen vermeiden:

  1. Dokumentieren Sie die Lotnummer der verwendeten Folien und ggf. auch der Druckfarben zu jedem Auftrag. Dann bleibt auch Ihre Fertigung jederzeit lückenlos rückverfolgbar. Das kann im Falle eines Falles z.B. das Auffinden passender Rücklagemuster deutlich beschleunigen. Voraussetzung dafür:
  2. Behalten Sie Rücklagemuster für alle Aufträge, bei denen Sie mit Nacharbeiten oder Reparaturaufträgen rechnen. Das erspart Ihnen im Zweifelsfall komplizierte Auswahl- oder Anpassungsarbeiten.
  3. Verwenden Sie für größere Aufträge möglichst einheitliche Lotnummern. Beispiel: die Druckfolie für einen LKW-Auflieger sollte der gleichen Lotnummer entsprechen.
  4. Benötigen Sie besonders große Mengen Folie mit der gleichen Lotnummer, dann sprechen Sie Ihren Fachhandelspartner gezielt an. Gemeinsam mit unseren Fachhandelspartnern ist (fast) alles möglich!

Hier eine Anleitung, wo die 3M Lot-Nummer zu finden ist

Kleiner Tipp: Nicht nur bei Folien auf die Lotnummer achten

Auch Tapeten, Teppiche, Laminate, Farben und viele andere Materialien unterliegen prozesstechnisch nicht vermeidbaren Schwankungen. Achten Sie mal darauf!

Klaus Willekens kennt alle Foliengrundlagen und deren Verarbeitungspraxis aus dem Effeff: Über 15 Jahre lang war er in den 3M Abteilungen Fertigung und Testing tätig. Seit 2006 arbeitet er in der Anwendungstechnik: Als international zertifizierter Trainer für Folienverarbeitung schult er fast täglich Teilnehmer aus der Werbetechnik und wird so immer wieder mit neuen Fragestellungen aus der Praxis konfrontiert.

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